Céline (3;1)

Samstag, 9. September 2006

*aua*

Céline - 0,11 Jahre
So ist das, wenn man sich mal auf etwas ganz besonders freut: es kommt was Dummes dazwischen. Aufgrund dieser Gesetzmäßigkeit konnte ich leider den langersehnten ersten Tag nach 1 Monat Pause mit Céline gar nicht richtig genießen, denn mein Magen hatte etwas dagegen und hielt es für nötig, die ganze Zeit zu schmerzen. Habe mich wirklich darüber geärgert, denn ansonsten wären die Stunden mit Céline sehr schön gewesen. Das Wetter spielte nocheinmal mit, so dass wir wie gewohnt in unseren Park am See gehen konnten (wobei das Gehen für mich besonders unangenehm war). Und noch viel wichtiger: Céline hatte keinerlei Problem mit mir! Zwar hat sie mich nicht direkt angestrahlt, als ich zur Tür reinkam, aber nach einigen Minuten des wilden Drumrumkrabbelns ist sie dann auf meine Knie gekrochen gekommen und war auch sehr einverstanden, mit mir spazieren zu gehen. Optisch hat sie sich nicht sehr verändert in dem Monat, noch immer kaum Haare ;) und klein und zart ist sie auch noch. Aber sie steht viel sicherer und aufrechter und geht - laut ihrer Mama - auch an Möbeln entlang. Mir hat sie dieses Kunststück allerdings nicht gezeigt. Und ich glaube, sie fängt früh mit dem Sprechen an, denn als ich sie nach ihrem Schläfchen auf einer Parkbank gefüttert habe, lief ein Hund vorbei und Céline kreischte mehrmals in den höchsten Tönen "wauwauwauwauwau". Das kann kein Zufall sein (wie noch vor einigen Wochen etwa, als ebenfalls ein Hund vorbeiging. Damals hat sie aber nur einmal "wau" gesagt und ich denke, das war noch nicht auf den Hund bezogen).
Neu ist auch, dass sie nun im Buggy transportiert wird :) Was recht praktisch ist bezüglich des Hauseingangs, aber für sie wohl doch etwas unbequemer, denn auf dem langen Rückweg wurde sie schon ziemlich ungeduldig und zappelig.
Des weiteren wird jetzt nachmittags nur noch eine halbe Stunde geschlafen, und das auch nur mit Mühe. Ich finde, sie sieht immer sooo müde aus nach einer Weile, deshalb versuche ich sie dann im Buggy (bzw. früher Wagen) in die Waagerechte zu bringen, aber das missfällt ihr ziemlich und gibt erstmal Meckerei. Wenn es sich gar nicht beruhigt, nehme ich sie nochmal zum Toben raus, und danach summt sie sich dann meist in den Schlaf vor lauter Mattigkeit. Mal sehen, wie lange das noch klappt. Eigentlich brauchen so Kleine meiner Meinung nach schon noch ihren Mittagsschlaf, gerade wenn alles um sie herum so aufregend neu ist. Jetzt geht Céline nämlich auch gerne auf den Spielplatz (nun sandhabe ich also endgültig keinen Tagsüber-Teilzeitmini mehr, der mir Sand in den Schuhen, Socken und zwischen den Zehen erspart). Die Aktivitäten der anderen Kinder bringen sie schon alleine vom Zugucken zum Kreischen, und selbst schaukelt sie vor allem begeistert in der Babyschaukel. Sand mag sie auch ganz gerne, aber weniger im Zusammenhang mit Eimer und Förmchen, als zum Raussammeln von Kleinstteilen - es ist immer drauf zu achten, dass sie beim Sandeln ihren Schnuller im Mund hat :).
Ich denke, das waren erstmal alle News. Nächste Woche werde ich ja hoffentlich wieder Zeit - diesmal im gesunden Zustand - mit Céline verbringen können. Übrigens will ich auf jeden Fall auch einen Babysitter, wenn ich mal ein eigenes Kind habe! An solchen Tagen wie gestern kann ich mir gar nicht vorstellen, den gesamten Tag mit Kleinkind überstehen zu können, rein vom körperlichen Zustand her. Die 4 Stunden mit Céline waren schon eine echte Herausforderung, und ich war froh, als ich alleine Zuhause im Bett war! Wie machen andere (Mütter) das, wenn sie selbst krank sind?

Montag, 31. Juli 2006

Der zweite Versuch

Céline - 0,10 Jahre
...diesmal nicht akut durch Traurigkeit beeinträchtigt ;) Will ja doch nicht nur jammern, denn seit vorhin sind mir noch ein paar erwähnenswerte Kleinigkeiten unseres Tages eingefallen.
enteZum einen: wir haben Enten gefüttert. Die kamen gaaaanz nah ran, und Céline fand sie auch ziemlich spannend. Also habe ich ihr auch ein paar Brotkrumen in die Hand gedrückt, nachdem sie mich beim Füttern eine Weile beobachtet hatte. Nunja, entweder sie versteht wirklich noch nicht, wenn ich sage: "wirf das Brot zu den Enten, die haben Hunger" oder sie ist einfach zu vernünftig, gutes Brot an Tiere zu verschwenden - plopp und haps = Schnuller raus, Krumen rein, mjam! :))
Außerdem habe ich sie noch einmal in die Babyschaukel auf dem Spielplatz gesetzt. Diesmal hat sie richtig gelacht und interessiert den unter ihr wackelnden Boden beobachtet. Ich glaube, das wird ihr in nächster Zeit immer besser gefallen.
Und: ein Argument, das für die Vernunftthese betreffs Entenfütterung spricht: Céline versteht - und reagiert adäquat! Wer weiß, was diese Kleinen sonst noch so alles verstehen, auch wenn sie nicht reagieren!, wenn man sagt: "Gib dem [irgendein Kuscheltier] mal ein Küsschen!" und das sowohl auf deutsch als auch auf französisch (zweisprachig soll sie mal werden). Dann grinst sie breit und hält sich das jeweilige Kuscheltier an den Mund.

So, jetzt bin ich für heute wirklich alles losgeworden ;)

Bin traurig...

Céline - 0,10 Jahre
...denn ich werde Céline jetzt über 4 Wochen nicht sehen! Die nächsten 2 bin ich nicht verfügbar, danach sind sie für 2 Wochen nicht da, und dann, ab 4.9., muss ich montags immer Emma von der Kita abholen, so dass ich nur noch freitags zu Céline kann - also am 8.9. erst wieder! Grausam finde ich das. Bestimmt ist sie dann gar nicht mehr so vertraut mit mir. Bisher hat sie sich immer total gefreut, wenn ich kam. Heute kam sie auch direkt angekrabbelt und wollte hochgenommen werden. Meine Befürchtungen vom letzten Mal bezüglich Trennungsangst haben sich übrigens in keiner Weise bewahrheitet, wir sind auch heute wieder quietschfidel zusammen losgezogen in den Park am See. "Leider" hat sie dann erstmal 2 Stunden geschlafen - ein bisschen schade für mich, wo es doch heute das letzte Mal für längere Zeit war. Im September - wer weiß, was dann schon für ein Wetter ist! Oder sie kann dann gar schon laufen - und ich hätt's verpasst. Außerdem mag ich diese Krabbel- und Hochziehphase, und laufende Kinder habe ich schon zur Genüge ;) Oh mann, kann mir vorstellen, wie ambivalent sich erst eine Mama fühlt, deren Baby anfängt, sich selbständig zu machen - und nie wieder Baby sein wird!
Und dann kann es auch noch zu allem Überfluss passieren, dass Céline im September schon, oder ab Oktober, in die Krippe oder zur Tagesmutter geht. Ich bin zwar auch noch im Gespräch als Tagesmutter, aber ich weiß nicht, ob sich das von meiner Seite aus realisieren lässt. Und wenn nicht, dann sehe ich sie wahrscheinlich gar nicht mehr regelmäßig. Soooo schade!

Hm, so ein Jammereintrag ;) Naja, ansonsten war es wenigstens heute nochmal schön mit ihr.

P.S.: Während ich schon mit Céline unterwegs war, hat mein Handy geklingelt und Moritz' und Lottas Mutter war dran: ob ich spontan heute die Kinder von der Kita abholen könne. Hmmmm, ich kann mir nicht helfen, aber ich war - nach vorgestern abend - ganz froh, dass ich weit, weit weg mit Kinderwagen war... ;)

Mittwoch, 26. Juli 2006

Das pure Vergnügen!

Céline - 0,10 Jahre
Das war es wirklich, gestern mit Céline im Park am See. Die Kleine ist einfach nur goldig ;) Ich habe irgendwie eine ganz besondere Beziehung zu ihr, obwohl ich sie erst 4 Monate kenne. Langsam läuft sie Emma den Rang ab, was das betrifft ;) Auf manche Kinder passt man eben nur gegen Bezahlung auf, spielt mit ihnen, kümmert sich um sie, lacht natürlich auch mit ihnen und hat Freude am gemeinsamen Erleben, und diese Kinder mögen einen trotzdem, aber zu anderen hat man einfach einen ganz besonderen Draht. Solche Kinder sind für mich von meinen Teilzeit-Minis definitv nur Emma und jetzt auch Céline. Ich kann das auch gar nicht begründen, es gibt keine Merkmale, woran man das festmachen könnte. Schließlich sind Emma und Céline auch sehr verschiedene Kinder und haben fast keine Gemeinsamkeiten. Mit den beiden würde ich auch Zeit verbringen wollen, wenn ich dafür nicht entlohnt würde. Und mich lacht auch das Angebot von Célines Mutter an, ab Oktober ihre Tagesmutter zu sein... leider wird sich das wohl trotzdem nicht verwirklichen lassen.
Nunja, gestern im Park jedenfalls habe ich das erste Mal versucht, Céline - die inzwischen gut sitzen kann - in eine Babyschaukel auf dem Spielplatz zu setzen. Das heißt, zuvor habe ich sie auf den Schoß genommen und mich in die richtige Schaukel mit ihr gesetzt. Nachdem das kommentarlos akzeptiert wurde und sie offenbar schläfrig wurde, habe ich sie in die kleine Schaukel verfrachtet. Naja, mäßige Begeisterung. Sie hat sich zwar für die Schaukel an sich, das Gummi und die Ketten interessiert, aber das Geschaukele hat sie scheinbar gar nicht so wahrgenommen. Jedenfalls kam keine spezifische Reaktion wie lachen, quietschen oder auch brüllen ;) Ist wohl noch nicht das Richtige für sie.
Nach ihrem Mittagsschläfchen stand die Fütterung an, die sich immer schwieriger gestaltet, weil sie nach zwei Happen bereits wieder in den Startlöchern steht und meinen Schoß verlassen möchte, sich in alle Richtungen wirft, um ja nichts zu verpassen und beim Versuch, sich an meinen Schultern hochzuziehen, meine Klamotten mit Fruchtbrei beklebt. Also habe ich mir was anderes einfallen lassen und füttere sie jetzt irgendwo zwischen meinen aufgestellten Beinen, wo sie umherkrabbeln und sich aufrichten kann. Das ging dann ganz gut. Frisch gestärkt hat sie sich gleich wieder dem Muskeltraining zugewandt und eifrig Hochzieh- und Stehübungen am Wagen und an mir vollführt. Sie steht tatsächlich schon wieder etwas sicherer und vor allem aufrechter als vor einer Woche! Ihre Füße sehen dabei noch etwas seltsam verdreht aus, deshalb klappt es auch noch nicht mit dem ersten Schrittchen. Aber Céline ist definitv stolz auf sich und kreischt, quietscht und lacht bei ihren Übungen. Auch wieder runtersetzen oder etwas vom Boden aufheben klappt schon gut. Und das beste daran: die neuen Fertigkeiten machen sie sooo zufrieden! Wir können stundenlang einfach dort auf der Wiese auf der Decke zubringen, mit ein bisschen Spielzeug und ein paar Flirts mit vorbeigehenden Leuten, und Céline wird gar nicht mehr knatschig. Tolles Alter!
Was mir ein bisschen Sorgen bereitet, ist eine Ahnung der Trennungsangst, die sie gestern zeigte. Ich denke, fremdeln wird sie bei mir nicht mehr, aber jetzt kommt wohl doch eine Phase, in der sie sich ungern von ihrer Mutter trennt. Als diese uns vor der Tür kurz verabschiedete und die Tür schnell hinter ihr zufiel, fing Céline kurz an zu meckern und das Gesicht zu verziehen - was sie vorher noch nie gemacht hat in der Trennungssituation. Das ganze dauerte zwar nur 10 Sekunden, dann war nach einem Wangestreicheln und mit ihrem Schnuller schon wieder Frieden, aber vielleicht ist das der Anfang von größeren Trennungsproblemen? Ich will es nicht hoffen, aber viele Babys machen ja in diesem Alter so eine Phase durch. Das hat ja dann auch nichts damit zu tun, dass sie die Person, bei der sie ohne Mama bleiben sollen, nicht gut genug kennen (viele meckern sogar bei Papa, wenn Mama weggeht). Sie wollen einfach nur ihre Mama nicht aus den Augen verlieren - sie ist es ja auch, die in den Augen des Babys in den letzten Monaten am erfolgreichsten die Fähigkeit bewiesen hat, das Baby zu beschützen, zu ernähren und zu lieben. Wenn dann diese "Überlebensgarantie" des Babys plötzlich verschwindet und es geistig noch nicht weit genug entwickelt ist, um zu wissen, dass Mama spätestens in ein paar Stunden wieder voll und ganz zur Verfügung steht, kann das verständlicherweise eine Baby-Krise auslösen. Nun, wir werden sehen, wie ausgeprägt diese bei Céline verlaufen wird!

Montag, 17. Juli 2006

Bunte Episoden

Céline - 0,10 Jahre
buntKinder machen das Erleben BUNT!
Célinchen freut sich mittlerweile richtig deutlich, wenn ich zur Tür reinkomme. Man kann sehen, wie sie ganz ernst erstmal die Augen aufreißt, um genau zu sehen, wer da kommt und sich überlegt, wie sie dann wohl reagieren muss. Einige Sekundenbruchteile später verzieht sich ihr Gesicht zu einem breiten Grinsen und sie fängt an, wild mit den Armen zu schlagen oder auf den Knien auf und ab zu wippen: sie hat mich erkannt!
Unterwegs mit dem Kinderwagen hat Céline wieder so eifrig mit einer hinter mir gehenden Frau geflirtet, dass diese sich animiert fühlte, sich ein Weilchen mit mir zu unterhalten. Es war eine Oma, die ganz happy über ihren dreijährigen Enkel war und ein paar Storys über ihn zum besten gab. Auch meinte sie, ich werde ja auch erleben, wie schnell diese Babyzeit rumgeht und was dann noch alles Schönes kommt ;) Natürlich hat sie mich für Célines Mutter gehalten (dabei hat das Kind keinerlei Ähnlichkeit mit mir - hätte bloß noch gefehlt, dass sie sowas sagt wie "Die Kleine ist Ihnen ja wie aus dem Gesicht geschnitten" ;)), und ich habe sie auch nicht aufgeklärt. Ich kam sowieso kaum zu Wort ;)
Seitdem Céline sich in ihrem Wagen allein aufsetzen kann, ist es ganz schwierig, sie dort noch zum Schlafen zu bewegen. Sobald man sie hinlegt, geht das Gemecker los und sie quält sich wieder hoch. Aber nach einer kleinen Wiesenpause mit ordentlichen Stehübungen war sie dann doch zu müde und schwach, um sich gegen das Hinlegen zu wehren und hat immerhin ein Stündchen geschlafen.
Während unserer ersten Pause auf der Wiese hat sie erstmal einen Teil ihres Mittagessen wieder ausgespuckt *bääh* Gleich habe ich mich daran erinnert, dass ich als Kind, so mit 8-9 Jahren etwa, eine Phase hatte, wo ich kleine Kinder zwar unheimlich süß fand und gern mit ihnen spielte, aber auf keinen Fall später eigene wollte - denn mir war zu Ohren gekommen, dass Babys Weltmeister im Spucken sind und das wollte ich mir auf jeden Fall ersparen :))
Inzwischen kann Céline auch Apfelspalten essen. Wobei "essen" vielleicht etwas zu viel gesagt ist ;) Sie gnibbelt mit ihren zwei Zähnchen ein Stück ab, schiebt es begeistert im Mund hin und her, sabbert dabei enorm und spuckt das Teil schließlich wieder aus. Da fehlen wohl noch ein paar Zähne!
Das arme Plüschschaf, das ich ihr wieder mitgebracht habe, befindet sich nun in der Wäsche. Nachdem ich das sich aufzulösen drohende Schildchen entfernt hatte, stopfte Céline sich die Beinchen in den Mund und zog mit aller Kraft mit den Zähnen daran und wurde dabei ganz wild - und das Schaf wurde klitschnass :)
Stehen üben war auf der Wiese auch wieder angesagt. Céline zieht sich dazu an ihrem Wagen hoch und steht heute auch schon wieder sicherer als letzte Woche, an nur einer Hand. Allerdings noch immer schief mit gebeugtem Oberkörper, das freie Stehen wird daher wohl noch ein bisschen dauern. Aber stolz wie Oskar ist sie - wenn jemand vorbeigeht, während sie steht, wird erstmal laut gequietscht oder gekreischt, damit auch ja alle zu ihr sehen :))
Wenn Céline Hunde sieht, ist sie immer ganz aufmerksam und lacht und kreischt vor Freude. Als wir auf der Wiese saßen, kam wieder ein Exemplar vorbei - und Céline sagte "wauwau!" Naja, ich fürchte, das war Zufall, denn zum Sprechen ist sie eindeutig noch zu jung, aber witzig war es allemal!

Dienstag, 11. Juli 2006

Öfter mal was Neues

Céline - 0,10 Jahre
Genau genommen jedes Mal, wenn ich Céline sehe - immer ist sie wieder ein Stück mehr Kind und weniger Baby. Aber das habe ich ja schon beim letzten Mal beschrieben. Von Mal zu Mal macht es mir auch mehr Freude, viele Stunden mit ihr zu verbringen. Sie selbst scheint sich auch immer zu freuen, wenn ich komme, strahlt über's ganze Gesichtchen, streckt ihre Hand nach mir aus und patscht mir beim Näherkommen ins Gesicht :) Vielleicht wird sie ja doch nie fremdeln (jedenfalls nicht bei mir ;))? Kann aber sein, dass die Trennungsangst noch kommt, das ist ja nochmal was anderes. Naja, bis dahin genieße ich unsere Zeit. Oh mann, wenn ich überlege, dass ich zu Anfang gar nicht so überzeugt war, ob ich mit so einem kleinen Baby (war sie ja damals im Vergleich zu meinen anderen Kiddies mit 5,5 Monaten war) zurechtkomme... und dann ging es gleich so gut und ich bin so froh, dass ich diese neue Erfahrung machen kann!

Also, heute jedenfalls haben wir uns wiedermal auf den Weg zum See gemacht. Unterwegs kommen wir durch eine Fußgängerzone mit vielen Geschäften, und ich habe mich mal relativ spontan entschlossen, gleich noch etwas einzukaufen. Das erste Mal mit Kinderwagen im Laden! Aufgefallen: man kommt überall schlecht durch vor lauter Menschen, und außerdem kann man auch nur jeden fünften Quergang benutzen, weil der Rest zu schmal ist. Das sind wieder so Sachen, die kinderlosen Menschen nie auffallen werden, und über die man selbst auch vorher nie nachgedacht hat. Céline fand es aber super, gab ja viel zu sehen und angenehm kühl war es auch. Obwohl wir lange an der Kasse stehen mussten, blieb sie entsprechend cool ;)

Am See angekommen, hat Céline erstmal ein Nickerchen eingelegt, währenddessen ich mich auch wieder schön ausstrecken konnte :) Danach gab es Obstbrei und wir hatten eine schöne Zeit auf der Wiese. Ich hatte mal ein bisschen Spielzeug aus meinem Reservoir eingepackt, damit sie sich nicht langweilt. Am besten kam ein kleines weiches Plüschschaf an - allerdings nicht seiner puren "Schafheit" wegen, sondern alleine aufgrund des blauen Pappschildchens, das an ihm hing. Céline lutschte Ewigkeiten enthusiastisch daran rum, bis ich es ihr wegnahm, weil es sich aufzulösen drohte. Ansonsten hat sie sich noch so eine selbstgebastelte Wollkugel (von Clara ;)) in den Mund geschoben, die gleich ein paar Fäden ließ. Das fand Céline wohl auch eklig und hat gleich mit den Fingerchen am Mund rumgefummelt, bis alle Fädchen wieer raus waren. Ich habe dann öfter "Bäh!" gesagt, wenn sie trotzdem immer wieder die Kugel in den Mund gesteckt hat, und sie hat wirklich versucht, das nachzusagen! Das /ää/ war deutlich zu hören, das /B/ dazu war etwas schwieriger.
Ansosten hat sie mir noch anhand ihres Kinderwagens ihre neueste Errungenschaft, das Stehen, demonstriert. Superniedlich, wie begeistert sie sich festhält und auf ihren dünnen Beinchen rumwippt. Sie ist ja auch noch so klein! Nur wieder runtersetzen ist noch schwierig ;)

So hatten wir also einen ganz entspannten Nachmittag zusammen. Auf dem Rückweg hat sie sich ganz energisch aus ihrer halbliegenden Position im Wagen richtig gerade aufgesetzt und kam dann den ganzen langen Weg über nicht mehr raus aus dem Staunen. Aus der neuen Perspektive sieht wohl alles wieder neu aus, und sie wusste gar nicht, wo sie zuerst hingucken sollte - das Köpfchen ging nur so von einer Seite zur anderen ;)

Geschafft war ich dann erst, als ich bei dieser enormen Hitze hier das Kind, das zwar klein und dünn ist, aber unter gewissen Umständen eindeutig zu schwer wiegen kann, die 94 Stufen zu ihrer Wohnung hochgeschleppt hatte....

Samstag, 8. Juli 2006

Rasend schnell

Céline - 0,10 Jahre
Mit einem enormen Tempo verläuft gerade Célines Entwicklung, so kommt es mir vor. Gerade gestern hatte ich doch noch im Vergleich mit Marie beschrieben, was Céline alles noch nicht kann... und heute kann sie schon so viel mehr! Wahrscheinlich fällt mir das besonders auf, weil ich sie ja nur einmal in der Woche sehe, und daher das "Schleichende" am Entwicklungsprozess für mich unsichtbar ist. Also:
Céline sitzt in ihrem Hochstuhl ganz anders als letzte Woche, viel aufrechter und freier.
Sie schläft am Tage viel weniger. Als sie 6 Monate alt war, hat sie fast die ganze Zeit geschlafen, wenn ich sie im Kinderwagen gefahren habe - jetzt ist sie bis auf eine halbe oder dreiviertel Stunde die ganze Zeit hellwach.
Sie ißt inzwischen nicht mehr nur Brei, sondern auch Nudeln, Reiswaffeln und Brot.
Sie kann ein Stück auf Händen und Knien krabbeln ohne dabei zu hüpfen und sie zieht sich an allem zum Stehen hoch.
Für mich bedeuten diese Veränderungen freilich Mehrarbeit ;) baumWickeln wird zu einer Geduldprobe, weil Céline sich schneller auf alle viere dreht, als man die Windel auseinanderfalten kann und ein wunderbares Gebrüll anstimmt, wenn man sie wieder zurück auf den Rücken befördern muss. Im Kinderwagen muss man wirklich die meiste Zeit in Bewegung sein, weil sie sich sonst langweilt (selten so viele Kilometer an einem Tag gelaufen!). Nimmt man sie raus auf die Decke auf die Wiese, vergnügt sie sich wohl eine Weile mit dem Reifen ihres Kinderwagens, irgendwelchem Kleinkram (bevorzugt Schlüssel), dem Beobachten von anderen Menschen oder beim Füttern, dann aber wird sie wieder unwirsch, weil doch alles noch nicht so klappt wie sie möchte. Also wieder rumlaufen.... wenn das Kind dann doch nach 2,5 Stunden endlich mal einschläft, sieht die Perspektive des Betreuers wie auf dem Foto aus - in die Horizontale aufs Gras gesunken ;)
Schön, dass ich nach diesem schweißtreibenden Nachmittag auf dem Heimweg (alleine) in das Gewitter geriet und so richtig durchgeweicht wurde! Das tat wirklich richtig gut!

Dienstag, 27. Juni 2006

5 Stunden Baby

Céline - 0,9 Jahre
Ich muss es einfach mal sagen: ich schaue bewundernd zu allen engagierten Eltern auf, besonders zu den faktisch alleinerziehenden (weil Papa/Mama ganztags arbeitet) oder gar Mehrfacheltern! Ich habe gestern 5 Nachmittagsstunden (gegenüber sonst meist nur 2-3) mit Baby Céline verbracht, wovon sie eine Dreiviertelstunde geschlafen und eine gebrüllt hat ;) Und ich war fertig am Ende - es reichte nur noch zum Fernsehen, auch das Blog musste bis heute warten. Wie machen Eltern das??? Okay, bei älteren Kindern sieht die Sache anders aus, weil man sich da oft als Betreuer viel intensiver mit den Kindern beschäftigt als die Eltern das jeden Tag machen könnten und sich so richtig verausgabt. Aber mit Céline konnte ich ja auch nicht viel mehr machen als ihre Mama, also kein Grund, so ausgepowert zu sein eigentlich ;) Aber Eltern wachsen ja auch in ihre Aufgabe hinein. Erstmal ist das Baby ja noch so klein und schläft viel und wird erst langsam aktiver, wacher, aufmerksamer und anspruchsvoller.

Aber ich will nicht jammern, es war trotzdem total schön mit der Kleinen! Sie ist so ein fröhliches, offenes Kind. Noch immer kein Anzeichen von Fremdeln. Nach dem Wickeln sind wir bei dem tollen Wetter natürlich gleich spazieren gegangen/gefahren. Oft schläft sie schon auf dem Weg zum See ein, diesmal nicht. Auch dort, in der Ruhe der Natur ;), machte sie keine Anstalten dazu, also haben wir uns erstmal etwas auf die Wiese gesetzt und sie hat mir ihre neuesten Kunststückchen vorgeführt: auf den Knien sitzen und krabbeln! Naja, eher hüpfen, denn nachdem die Ärmchen vorwärts gekrabbelt sind, werden beide Beine gleichzeitig in einem Sprung nachgezogen - wie ein kleines Kaninchen :) Das ist natürlich noch sehr anstrengend, und öfter mal plumpst sie dabei auf die Nase. Ist aber hart im Nehmen ;) Danach war sie dann offenbar müde genug für ein kurzes Nickerchen (*PauseaufderBankmach*). Dann folgte das Füttern eines köstlichen Birne-Hafer-Breis, wobei ich froh war, mehrere T-Shirts dabei zu haben und viele Taschentücher. Den Löffel möchte sie sich nämlich am liebsten selbst in den Mund stecken, leider fasst sie ihn aber genau auf der Breiseite an ;) Irgendwann war die Umgebung dann interessanter als der Hunger groß und ich konnte uns reinigen. Céline hat inzwischen mit den Vorbeigehenden geschäkert, ihren Kinderwagen von unten inspiziert, sich an mir hochgezogen um meine Halskette in den Mund zu bekommen und sich den Inhalt meines Tops angesehen *grins* Nach einer Weile wird sie aber außerhalb des Wagens immer knatschig, weil wohl alles noch nicht so klappt wie sie will, also sind wir wieder spazieren gegangen. Schön war für mich, als ein paar Leute von hinten kamen und Céline sie wohl angegerinst hat und die Leute daraufhin näher kamen und sie ansprachen ("na du bist aber freundlich!") - da hat Céline nämlich dann von denen zu mir und zurück geguckt. Ich deute das mal als Form des "social referencing": sich die Reaktion der Bezugsperson auf bestimmte Ereignisse ansehen, um zu entscheiden, ob man dem Neuen vertrauen kann oder sich abwenden sollte. Ich bilde mir nun trotzdem nicht ein, eine Bindungsperson Célines zu sein (denn auf diese wird das social referencing normalerweise ausgerichtet), aber zumindest weiß sie wohl irgendwie, dass ich in den Momenten ihre "Basis" bin.
Um halb 5 dachte ich dann, dass wir uns mal auf den Heimweg machen und dann einfach drinnen die letzte Stunde verbringen. Blöde Idee! Um 5 kaum zu Hause ging das Gemurkel los und steigerte sich in der nächsten Stunde zu einem lauten Wutgeschrei. Ihr Papa war schon zu Hause, aber auch das half nichts. Sie wollte nicht trinken, nicht gewickelt werden, nicht krabbeln, nicht spielen... ich schätze mal, sie war doch recht müde, außerdem hat sie leider auch eine Erkältung, so dass der Schnuller als Beruhigungsmittel ausfiel (kein Atmen durch die Nase möglich). Nachdem der nämlich kurz drin war, war Ruhe, dann kriegte sie keine Luft mehr, öffnete den Mund - und die Wut darüber war ihrem Gebrüll deutlich anzuhören. Und wieder ein ehrfürchtiger Blick zu allen Eltern! Während ich wusste, dass ich um 6 sowieso gehen würde und deshalb relativ gelassen mit dem Theater umgehen konnte, hätte ich mich sicher weitaus hilfloser als Elternteil gefühlt, der sich das anhören und sie rumschleppen muss bis sie einschläft. Wie es aussah, hat sich ihr Vater genauso gefühlt und sich dann spontan ;) entschlossen, wieder mit ihr rauszufahren, als ich gehen musste. Vermutlich ist sie dann im Wagen erschöpft eingeschlafen ...*daumendrück*

Samstag, 17. Juni 2006

Perfektes Timing

Céline - 0,9 Jahre
Heute habe ich das erste Mal Baby Céline zu Bett bringen dürfen. Allerdings noch unter strenger Aufsicht des Herrn Papa ;) Der hat eine kleine, wenn auch verständliche, Kontrollneurose. Hat sich ernsthaft mit mir an den Tisch gesetzt, Zettel und Stift gezückt und alles notiert, was er mir über das Schlafritual und die Zubereitung des Nachtfläschchens vermitteln wollte. Auffallend: einerseits wurden Infos gegeben, die für mich durchaus verzichtbar sind (z.B. dass das Kind eine winzige Blase am Fuß hat - vom PEKIP), andererseits aber Wichtiges bis zu meiner konkreten Nachfrage unterschlagen (z.B. dass die beiden zu mischenden Wassersorten schon fertig bereitstehen und ein Thermometer verfügbar ist). Am Ende habe ich mich aber doch bestens informiert gefühlt und im Grunde fühle ich mich ja auch wohler je mehr ich weiß. War trotzdem irgendwie drollig :) Besonders, als später die Mama den Papa ersetzte und quasi als Rundumschlag nur meinte, ich solle einfach alles so machen, wie ich es für richtig halte. Irgendetwas sagt mir, dass sie meine Unterweisung durch ihren Mann amüsiert und möglicherweise leicht augenrollend mitangehört hatte...

Céline jedenfalls lauschte den Unterhaltungen gleichmütig, saß auf meinem Schoß und graptschte äußerst zielstrebig meine auf ihrem Beinchen liegenden Finger. Als sie diese Richtung Mund führte, dachte ich noch, es sei Zufall, dass sie nun nicht ihre Finger, sondern meine in ihren Mund stecken würde - weit gefehlt: es mussten meine sein, denn wer will sich schon selber beißen? *auaaa*

Céline wird nach der Methode aus "Jedes Kind kann schlafen lernen" ins Bett gebracht, bzw. auch bei nächtlichem Aufwachen so behandelt. Sprich: ein kleines Ritual, Kind ins Bett, Raum verlassen während das Kind noch wach ist, auch wenn's meckert (falls nötig nach einigen Minuten wieder kurz reingehen, sprechen, raus, wieder warten usw.). War etwas ungewohnt für mich, weil meine anderen Familien eher Fans des im-Arm-einschlafenden Kleinkindes sind. Aber prima ist die Methode, wenn sie zum Kind passt, finde ich. Die Kinder werden einfach optimal darin unterstützt, zu lernen, sich selbst zu beruhigen. Das macht sie unabhängiger und dadurch auch, wie ich zumindest bei Céline den Eindruck habe, insgesamt ruhiger gestimmt. Zum Beispiel wacht Céline nie schreiend aus dem Mittagsschlaf auf, sondern ganz langsam und ruhig, spielt dann etwas, quietscht ein bisschen und freut sich, wenn jemand kommt.
So konnten ihre Eltern sich also pünktlich verabschieden. Die Mama schien allerdings ein bisschen erstaunt (und auch etwas enttäuscht? Oder ich habe mir das eingebildet), dass Céline sich so leicht von mir hat ins Bett bringen lassen.
Um halb 11 hatte ich dann das Fläschchen gerade auf die korrekte Temperatur (laut Anweisungszettel:"bei 35-41 Grad Céline im Schlaf geben") runtergekühlt und Célines Zimmer betreten, als diese sich rührte und mich auf allen vieren kniend anblickte. Also wieder kein Geschrei *freu* - perfektes Timing! Als ich dann das halbschlafende Baby im Arm fütterte (was für ein Zug an der Flasche!), wurde mir ganz warm ;) Absolut rührend, diese kleinen Geschöpfe (nagut, wenn sie so friedlich sind wie Céline). Céline ist ja das erste wirkliche Baby, das ich versorge, und obwohl ich zugegebenermaßen zuvor eher Fan von Kindern ab einem Jahr war (jedenfalls im praktischen Umgang; theoretisch fand ich Babys und ihre Entwicklung schon lange faszinierend), schmelze ich inzwischen mit Begeisterung auch bei den Winzlingen gerne dahin ;) Ich bin richtig froh, dass ich diese Erfahrung mit Céline noch vor dem eigenen Baby machen darf!

Freitag, 9. Juni 2006

Das war knapp

Céline - 0,9 Jahre
Die Fakten:
Eine relativ schmale Straße in dem Stadtbezirk, von dem ich schon einmal nichts Gutes berichtet habe. In der Mitte der stark befahrenen, unbeampelten Straße eine kleine Verkehrsinsel. Ich nähere mich mit Célines Kinderwagen, schaue nach links, um den ersten Teil der Straße zu überqueren. Da das nächste Auto weit entfernt ist, mache ich die ersten, vielleicht zwei, Schritte auf den Asphalt. Ein lautes, anhaltendes Hupen ertönt von rechts. Ich schaue sofort in die Richtung, sehe einen großen Lastwagen mit enormem Tempo heranrauschen und frage mich in Sekundenbruchteilen, warum er hupt. Auf der Suche nach dem Grund geht mein Blick nach links, wo sich auf dem zweiten Straßenteil hinter der Verkehrsinsel ein Lieferwagen rückwärts aus einer Einfahrt schiebt. Wir sind vielleicht 3 m von ihm entfernt, der Lastwagen nähert sich schnell und ich kann mich nicht mehr rühren.
fastunfall
Jetzt denke ich, ich hätte schnellsten rückwärts zurück auf den Bürgersteig stolpern sollen. Aber in dem Moment, der wirklich nur sehr kurz gewesen sein kann, blieb ich einfach auf meinem Straßenteil stehen und erwartete völlig entsetzt den Zusammenstoß des mir aus der Nähe riesig erscheinenden LKWs mit dem Van. Auch in dieser winzigen Zeitspanne ging mir schon durch den Kopf, was ein Zusammenstoß für mich und Céline bedeuten würde - ich stelle mir vor, dass mindestens verschiedene Autoteile durch die Luft geflogen wären und schlimmstenfalls die beiden Wagen durch den Aufprall auf uns zugeschoben worden wären. Es war knapp, aber der LKW kam ca. einen Meter vor dem Lieferwagen mit quietschenden Bremsen zum Stehen.

Aus der Sicht des Kinderbetreuers:
Man kann noch so umsichtig, verantwortungsbewusst, liebevoll, lustig, erwachsen, gebildet, sicher, flexibel, vorsichtig und organisiert sein: es können einfach in der Betreuungszeit Dinge passieren, die man nicht verhindern kann, denen man vollkommen hilflos ausgeliefert ist und die man nicht wieder rückgängig machen kann. Selbst wenn ein Kind mal vom Klettergerüst fällt, kann man immernoch sagen oder zumindest insgeheim zugeben, dass man noch besser hätte aufpassen müssen, es nicht hätte loslassen dürfen oder ihm die Kletterei nicht hätte erlauben sollen. Aber bei solchen, völlig fremdverschuldeten Geschehnissen gibt es kein hätte, sollte, müsste. Sie passieren einfach, und das Wissen um die eigene Unschuld ist schlimmer als ein mehr oder weniger gerechtfertigter Vorwurf.

Aus der Sicht der Eltern:
Man kann die Person, der man sein Kind zeitweise anvertraut, noch so sorgfältig und bedacht auswählen und noch so glücklich über ein gelungenes Betreuer-Kind-Verhältnis sein, dem Betreuer noch so sehr vertrauen, was dessen Kompetenz im Umgang mit dem Kind angeht - es bleibt ein Risiko, gleichgültig, wie umsichtig, verantwortungsbewusst, liebevoll, lustig, erwachsen, gebildet, sicher, flexibel, vorsichtig und organisiert die Betreuungsperson auch sein mag. Die Eltern können bei ihrer Auswahl alles richtig machen und doch kann dem Kind genau dann etwas zustoßen, wenn der Betreuer die Verantwortung hatte. Keine Prophylaxe möglich, wenn es sich um solche Vorfälle wie den oben beschriebenen handelt. Sicher - wäre Célines Mutter zu genau diesem Zeitpunkt an genau dieser Stelle gewesen, hätte sie dasselbe erlebt, und wäre es zu einem Unfall gekommen, hätte er auch sie erwischt. Dennoch vertraut man sich selbst immer am meisten, und am Ende würde man dem Betreuer die Schuld geben. Vielleicht nicht unbedingt in Form von ausgesprochenen Vorwürfen, aber innerlich würde man als Eltern vielleicht denken: wenn ich mein Kind nicht abgegeben hätte, dann wäre das nicht passiert.

Manchmal trägt man mehr Verantwortung als einem bewusst ist. Oder bezieht sich Verantwortung auf steuerbare, selbst beeinflussbare Aspekte? Ich habe die Verantwortung für das betreute Kind, aber bin ich deshalb verantwortlich, wenn ein Meteorit auf seinen Kopf fällt, während ich daneben stehe?


P.S.: Von diesem nachdenklich stimmenden, aber glücklich ausgegangenem Erlebnis abgesehen hatten Céline und ich eine schöne (viel zu kurze) Zeit am See in der warmen Sonne (natürlich im Schatten). Nachdem sie erwacht war, habe ich sie auf der Wiese gemütlich mit einem Birne-Gläschen gefüttert. Danach hatte sie leider nur noch eine Viertelstunde Zeit, sich kriechend auf der Wiese umzusehen und ihren Kinderwagen von unten zu inspizieren, bevor wir uns auf den langen Heimweg machen mussten. Wirklich schade, denn Céline war gerade so vergnügt :) Aber auch im Wagen behielt sie ihre gute Laune bei, schaute interessiert mit großen Augen umher, gluckste, quietschte, erzählte etwas und mampfte mithilfe ihrer zwei Zähnchen eine Reiswaffel. Céline ist wirklich ein unkompliziertes Baby, sie weint eigentlich nie, nicht mal beim Aufwachen. Bin aber gespannt, wie sie sich am nächsten Samstag geben wird, wenn ihre Eltern abends weggehen und sie später für ihr Fläschchen aufwacht - und dann mich sieht ;)

Malin

Hallo liebe Leser, hier blogge ich als "Malin" (ebenso wie die Namen der Kinder ist dies aus Datenschutzgründen ein Pseudonym) über meine Erlebnisse und Gedanken im Zusammenhang mit meiner Teilzeitbeschäftigung als stundenweise Betreuerin ("Babysitter") von den lieben Teilzeit-Minis. Ich habe einen Hochschulabschluss in einem kindheitsrelevanten Fach, bin relativ jung ;) und wohne in einer deutschen Stadt.

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Mönsch Malin, das ist ja eine super Adventsüberraschung!...
Klabauter (Gast) - Sa, 13. Dez, 23:44
Danke :)
...für Eure Glückwünsche! Vollzeitminiblog? Eher nicht,...
Malin (Gast) - Fr, 24. Okt, 22:18
ja, das wäre auch meine...
herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft und alles...
mandy (Gast) - Fr, 24. Okt, 21:35
Das ist ja mal ne Nachricht....
Herzlichen Glückwunsch und ganz viel Spaß mit dem Vollzeitmini...gibts...
Spillie-Mama (Gast) - Di, 14. Okt, 21:37
herzlichen glückwunsch!!!
mönsch, da kuckt man das erste mal seit wochen wieder...
mandy (Gast) - Di, 14. Okt, 21:22
The End
Telefonat mit Emmas und Pauls Mama. Die Mama: "...Damit...
Babysitter-Malin - Sa, 11. Okt, 11:49
Das wäre ja noch schöner...
...wenn die Überstunden auch noch unbezahlt wären!...
Malin (Gast) - Di, 19. Aug, 23:05
zahlen
die die Mehrarbeit dann wenigstens????
sandra (Gast) - Di, 19. Aug, 22:10

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