Hanna (2;9) & Jan (1;3)

Mittwoch, 10. Januar 2007

Aufgenommen

Hanna - 1;0 Jahre
Heute wurde Hanna offiziell in den Kreis der Teilzeit-Minis aufgenommen, indem wir etwas Zeit allein außerhalb ihres Zuhauses verbrachten. Auch hat sie sich diesem Kreise bereits würdig erwiesen, indem sie auf unserem ersten Kinderwagenausflug eingepennt ist (immerhin erst auf dem Rückweg). Jeder (fast - Ausnahme: Marie) Teilzeit-Mini im Kinderwagenalter, der was auf sich hält, macht das so, seit Emma die Tradition Anno 2004 begründet hat. Negativmöglichkeit einer Erklärung: meine Anwesenheit wirkt sehr ermüdend. Mir gefällt besser die andere mögliche Erklärung: sie trauen sich, sich mir ganz anzuvertrauen und sich in meiner Anwesenheit in einen hilflosen Zustand zu begeben icon_sleep. Zumindest hat Emmas Mutter das damals so gesehen, weil Emma angeblich z.B. unterwegs mit ihrer Tagesmutter (oder auch zu Hause bei ihr) nicht schlief. Ach naja, kleine Kinder schlafen halt viel und gerne rituell im Kinderwagen, so seh' ich das eigentlich icon_nixweiss.
Zum Thema zurück: Hanna hat sich wacker gehalten in unserer ersten "richtigen" Sitterstunde. Auch hat sie mich bei meiner Ankunft direkt angegrinst, allerdings auch wieder nicht derart augenblicklich, dass man denken könnte, sie hätte auf jeden Fall sowieso so geguckt, egal, wer zur Tür reinkommt. Es sah jedenfalls aus, als ob sie einen Sekundenbruchteil überlegen musste, wer das ist, und das Ergebnis ihrer Überlegungen dann für gut befand. Also wurden wir von Hannas Mama gleich mal zum Ententeich verabschiedet. Hanna hatte eigentlich keine Chance, sich groß zu beschweren, als wir gingen und Mama daheim blieb, denn sie wurde erstmal von mir zugetextet - über die hungrigen Enten, die wir füttern müssen, später über den Schleichweg, den ich nicht finden konnte und den daraus resultierenden Umweg zum Teich usw. usw.. Hanna wollte auch bald mitreden: "nananana!" Wenn man so eine Lautfolge etwas variiert, überlegt sie einen Moment und kann sie dann schon nachsagen, so dass aus "na" dann "nononono" werden kann. Bald geht's los mit dem echten Quasseln!
Am Ententeich angekommen gab's Brot für die kleinen quakenden Bewohner. Allerdings nur aus meiner Hand, Hanna übt noch werfen. Fallenlassen klappt schonmal, fehlt nur noch etwas Schwung im Wurfarm icon_ducken. Außerdem verlockt das Entenbrot enorm zum Selberessen, aber knapp vor dem Mund scheint irgendwas in ihr doch abbremsen zu wollen. Und hat schon oft Erfolg. Céline hat es im Sommer auch überhaupt nicht eingesehen, den Enten etwas von ihrem Brot abzugeben, aber bei ihr war das "Mundeln" sowieso noch viel ausgeprägter als bei Hanna momentan - alles, was die Händchen berührte, wurde sozusagen vollautomatisch in den Mund transportiert.
Ansonsten hat sich Hanna aber über die Enten gefreut, auch über weitere Parkbesucher, zwischendurch aber doch mal nach einem "iiiaaa" verlangt icon_confused.
Dann folgte wie gesagt das Nickerchen, das zu Hause beim Ausziehen aber beendet wurde, so dass wir noch eine gute Stunde drinnen spielen konnten. Dabei konnte ich gut Hannas fortgeschrittene Experimente auf zwei Beinen beobachten, feststellen, dass sie ihre Puppe innig liebt und auch sonst alles Weiche gerne knuddelt, gerne Bücher anschaut und Tierlaute nachmacht. Um Punkt 6 Uhr, wie vorgesehen, hielt Hanna es dann aber auch für angebracht, unser Beisammensein für heute zu beenden und sich krabbelnderweise immer dem Sound nach auf die Suche nach ihrer Mama zu machen, die sie dann auch problemlos hinter der Küchentür fand. Das nächste Mal werden wir dann eine erste längere "Trennung" in Angriff nehmen icon_yes.

Mittwoch, 3. Januar 2007

Neues Jahr, neuer Mini

Hanna - 1;0 Jahre
Wie bereits Ende letzten Jahres berichtet, gibt es bei den Teilzeit-Minis neben Verlusten auch Gewinne zu verzeichnen. Heute war es dann soweit: Hanna und ich haben uns miteinander bekannt gemacht, natürlich in Anbetracht von Hannas zartem Alter von einem Jahr im schützenden Beisein ihrer Mama.
Dabei zu klärende Fragen auf Hannas Seite: Was tut die hier? Ist das Mamas Besuch? Warum quatscht sie dann die ganze Zeit mit mir? Hm, vielleicht habe ich ja Verwendung für sie - daaaa! hol mir mal das Spielzeug... so, und was geht noch? Guckt sie auch schön geduldig zu, wenn ich auf meine kleine Bank klettere und ein paar Dinge dahinter werfe? Und wieder runterklettere? Und wieder rauf? Wie, sie guckt immer noch?? Und freut sich auch noch? Hm. Aber wo ist Mama plötzlich hin? Ach da. Geht zum Computer. Nagut, mal sehen was ich mit der hier, Malin heißt sie wohl, noch machen kann...
Zu klärende Fragen auf meiner Seite: Was für ein Kind ist Hanna? Was kann sie, was kann sie noch nicht? Wie äußert sie ihre Wünsche und Gefühle? Wird bei ihr der Unmut überwiegen, sich kurzzeitig von Mama trennen zu sollen, oder doch der Spaß und die Neugier gegenüber einer neuen Spielkameradin?
Ich schätze, weder Hannas noch meine Fragen konnten heute abschließend geklärt werden icon_wink. Aber: ein erster Eindruck voneinander ist gewonnen. Keine Ahnung, wie Hannas Fazit aussehen würde; meins beinhaltet erste Hypothesen über Hannas Wesen und das Gefühl, dass wir einen ganz guten Start hingelegt haben und die Zeichen nicht schlecht stehen für Stufe 2, den Versuch, uns eine Weile alleine ohne Hannas Mama miteinander zu beschäftigen. Heute hatte Hanna jedenfalls kein Problem damit, ihre Mutter auch mal aus den Augen zu lassen, mit mir in einem Raum alleine zu sein, sich trotzdem konzentriert mit Spielzeug bzw. mit meinen Händen - die sie über längere Zeit offenbar irgendwie faszinierend fand; die meisten Kleinkinder interessieren sich für meine Armbänder oder meinen Ring, Hanna aber fand Vergnügen daran, meine Hände zu betrachten, zu wenden, mit einander zu vergleichen, sie zu kitzeln oder auf sie zu klatschen - zu befassen. Natürlich wusste Hanna die ganze Zeit über, dass ihre Mama trotzdem für sie verfügbar war und tankte auch ab und zu bei ihr auf, was ihr ja auch die nötige Sicherheit gab, um sich der Exploration des Neuen zu widmen zu können. Jetzt bin ich gespannt, wie Hanna auf Stufe 2 - ihre Mama geht für kurze Zeit weg - reagieren wird. Ich denke mal, wie die meisten Kleinkinder wird sie zunächst protestieren, denn sie kennt mich noch nicht wirklich. Ein Plus ist vielleicht, dass Hanna, die eine Tagesmutter hat, schon oft die Erfahrung gemacht hat, dass Mama immer wieder kommt, auch wenn sie sie mal bei jemand anderem lässt. Möglicherweise kann Hanna diese Erfahrung für uns nutzen. Obwohl - wenn ich länger darüber nachdenke und vor allem mit meinen eigenen Erfahrungen mit den anderen Minis vergleiche: vielleicht auch nicht. Zum Beispiel kannten weder Marie noch Leon Fremdbetreuung außerhalb des vertrauten Famlienkreises, und bei beiden verlief das Sitten von Anfang an dennoch problemlos. Marie hat etwa eine halbe Minute gemeckert, als ihre Mama aus der Tür war, dann haben wir uns ans Fenster gestellt, dem fallenden Schnee zugesehen und ich habe "Schneeflöckchen, Weißröckchen" gesungen. Den Rest der für die erste Trennung recht langen Zeit war Marie sehr zufrieden und aktiv. Bei Leon war es so, dass ich gleich das erste Mal mit ihm auf den Spielplatz gegangen bin, während seine Mutter zu Hause blieb. Leon hat etwas erstaunt aus der Wäsche geguckt, als ich ihn die Treppe hinuntergetragen habe und seine Mama gewunken hat, aber beschwert hat er sich nicht icon_razz. Allerdings war Leon auch damals noch ein sehr verträumtes Kerlchen und ich hatte in den ersten Monaten öfter den Eindruck, dass er manches noch gar nicht so richtig bewusst wahrnahm und vielem gegenüber noch etwas indifferent war. Und bei Emma damals hatten wir eine sehr ausführliche Eingewöhnung durchgeführt (mind. 3 Termine mit ihrer Mama) - ich richte mich dabei immer gerne nach den Vorstellungen der Eltern. Emmas Mama hält ihre Kinder für extrasensibel icon_wink und verhält sich entsprechend, was Anforderungen an die beiden angeht - was ich gar nicht negativ meine! Letztendlich war auch die längere Eingewöhnungszeit ganz sicher kein Fehler; Emma hat sich direkt so gut an mich gewöhnt und sich dabei durch die Anwesenheit ihrer Mutter wohl auch sehr sicher gefühlt, dass sie mich eigentlich dauernd sehen will und nicht nur heute, mit 3 Jahren, sondern auch schon mit 15 Monaten meine Termine mit ihr für sich eingefordert hat, wie mir ihre Mutter immer berichtet hat. Sie konnte auch sehr früh meinen Namen sagen.
Ich schweife ab! Fazit jedenfalls: Eingewöhnung ist wichtig, der Erfolg von langer oder kurzer Version variiert aber mit der Persönlichkeit des Kindes. Und weil die Eltern ihr Kind am besten kennen und einschätzen können, überlasse ich ihnen die Festlegung des ersten Trennnungspunktes. Schließlich versetzt mich auch ein schreiendes Kind nicht in Panik (und auch nicht in Depression: hilfe, es mag mich nicht icon_frown), sollte es wirklich noch zu früh gewesen sein, und ein Telefon kann ich auch bedienen - beste Voraussetzungen also auch wieder für den neuesten Teilzeit-Mini icon_2thumbs!

Malin

Hallo liebe Leser, hier blogge ich als "Malin" (ebenso wie die Namen der Kinder ist dies aus Datenschutzgründen ein Pseudonym) über meine Erlebnisse und Gedanken im Zusammenhang mit meiner Teilzeitbeschäftigung als stundenweise Betreuerin ("Babysitter") von den lieben Teilzeit-Minis. Ich habe einen Hochschulabschluss in einem kindheitsrelevanten Fach, bin relativ jung ;) und wohne in einer deutschen Stadt.

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Malin (Gast) - Fr, 24. Okt, 22:18
ja, das wäre auch meine...
herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft und alles...
mandy (Gast) - Fr, 24. Okt, 21:35
Das ist ja mal ne Nachricht....
Herzlichen Glückwunsch und ganz viel Spaß mit dem Vollzeitmini...gibts...
Spillie-Mama (Gast) - Di, 14. Okt, 21:37
herzlichen glückwunsch!!!
mönsch, da kuckt man das erste mal seit wochen wieder...
mandy (Gast) - Di, 14. Okt, 21:22
The End
Telefonat mit Emmas und Pauls Mama. Die Mama: "...Damit...
Babysitter-Malin - Sa, 11. Okt, 11:49
Das wäre ja noch schöner...
...wenn die Überstunden auch noch unbezahlt wären!...
Malin (Gast) - Di, 19. Aug, 23:05
zahlen
die die Mehrarbeit dann wenigstens????
sandra (Gast) - Di, 19. Aug, 22:10

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