Miteinander teilen wir das Brot
Emma - 4;1 Jahre & Paul - 1;10 Jahre
Jaja, es mutet christlich an! Der Sankt-Martins-Umzug heute mit Emma, Paul und ihrer Mama begann nämlich, wie es sich für einen konfessionellen Kindergarten gehört, in der Kirche mit einem Kindergottesdienst inklusive Gesang, Mitmachspielen und Gebeten. Mich haben aber die vielen lustigen Kinder viel besser unterhalten als das Geschehen vor dem Altar . Von der Lautstärke her war es trotz vollen Hauses erstaunlich friedlich. Als es am leisesten war, war auch eigentlich nur noch Paul zu hören, dem das alles sehr gut gefiel und der unternehmungslustig und zu Gesprächen aufgelegt war. Emma hat mit den anderen Kindern zusammen gesessen, die Eltern und sonstige Begleiter mussten separat sitzen. Auch meine Partner-Babysitterin war mit "ihren" Kindern dabei, allerdings ganz ohne Elternteil. Für den Umzug selbst hat es sich aber definitv als sinnvoll herausgestellt, dass Emmas und Pauls Mama nicht alleine mit beiden war. Paul wollte den ganzen Weg selbst stolz mit seiner Laterne laufen, was langsam geht, Emma wollte aber möglichst weit vorne im Zug sein, weil dort der Sankt Martin auf einem echten Pferd voranritt. Also bin ich mit ihr gegangen. Obwohl der Weg durch einen Park nicht weit war, hat es ihr am Ende doch gereicht, die Laterne wollte sie nicht mehr tragen ihr war kalt und laufen konnte sie auch nicht mehr. Aber da waren wir auch schon wieder im Gemeindehaus angelangt. Wir haben uns dann erstmal am Lagerfeuer (gibt es kein anderes Wort für ein wirklich großes Feuer?) aufgewärmt und schließlich trudelten auch ihre Restfamilie und unsere Freunde ein. Es war sehr voll und recht dunkel, so dass wir die 4 uns zuzurechnenden Kinder immer gut im Auge behalten mussten. Paul wurde so einige Male umgerannt und um ein Haar hätte er einen fremden Hund einfach angefasst - der ihm anschließend auch fast noch die Brezel weggeschnappt hätte. Die gab es nämlich statt Brot, auch Kakao und Glühwein, alles scheinbar gratis - bis das Kind mit der Sammelbüchse rumging . Am Ende des Abends waren die Kinder recht platt, Emma und Paul mussten sich im Kinderwagen stapeln, weil Emma nicht mehr laufen wollte und auch in den warmen Sack wollte. Paul hat lautstark protestiert, wurde aber zusehends schwächer und ist auf dem Heimweg sicher noch eingeschlafen. Insgesamt war es ein netter Abend, ich hatte sowas ewig nicht mehr gemacht (eingeschlossen der Kirchbesuch), und da das Wetter mitgespielt hat und die Kinder gut drauf waren, war es auch nicht wirklich anstrengend.P.S.: Donnerstags gibt es keinen Frühenglischkurs. Schade, müssen wir doch wieder heim zur Putzfrau .
Am Mo, 12. Nov, 23:08 über Teilzeit-Mini Emma (5;0) & Paul (2;9)