Neue Entwicklungen
Emma - 3;9 Jahre & Paul - 1;6 Jahre
Heute bei Emma und Paul fesstgestellt, dass ich bisher ganz vergessen habe, Pauls erste Sprachfortschritte zu erwähnen. Endlich geht es etwas voran. "Mama" und "Papa" geht ja schon länger, und auch jetzt noch sind das seine erklärten Lieblingswörter: wenn er sich unterhalten will, sagt er einfach "Maaama!" oder "Papa!!" in total überzeugtem Tonfall und wartet, was man ihm daraufhin Schönes erzählt."Paapaa" ist für ihn allerdings auch seine Schwester Emma, und wird auch gern zum allgemeinen Brabbeln benutzt. Weitere erkennbare Wörter sind "Eiis!", "Ap" (nagut, nur verständlich, wenn der Apfel nahe liegt) und "wauwau". Anblick eines Letzterem - also eines Hundes - versetzt Paul in sofortige Aufregung. Selbst wenn er gerade noch apathisch im Kinderwagen lag, kämpft er augenblicklich um Aufrichtung, um den Hund beim Vorbeilaufen auch ausreichend würdigen zu können - leider indem er ihm seine Zeigefinger fast ins Maul steckt. Das sollte man ihm abgewöhnen, denn eines Tages schnappt doch mal ein Hund zu (jedenfalls vermute ich, dass Hunde sowas tun könnten. Jaja, ich weiß schon, der ist ganz lieb, der tut nix; klaaaar!). Ganz ähnlich übrigens neulich Hanna, die einen Mini-Hund offenbar dadurch anlockte, dass sie sich in seine Richtung schauend hinhockte. Der kleine weiße Kerl raste los und hätte Hanna - die keine Anzeichen von Furcht zeigte - über den Haufen gerannt, wenn ich mich nicht erbarmt hätte und seine überschwängliche Freude in Form von Anspringen und Abschlecken auf mich genommen hätte, indem ich mich vor Hanna schmiss. Keine Ahnung, wie man so einen "Angriff", auch wenn er ja scheinbar seiner Freude entsprang, abwehren kann?!Zurück zu Paul: ich glaube, das waren so bisher die Wörter, die ich von ihm gehört habe. Ansonsten versteht er gut, was man ihm sagt oder vorschlägt, und wenn er sich über seinen Wortschatz hinaus mitteilen möchte, nimmt er neuerdings meine Hand und legt sie dahin, wo sie etwas für ihn erledigen soll: Kekse aus der Box holen, einen Verschluss zumachen, ihm seine Mütze aufsetzen usw.. Das kann sehr niedlich sein, und ist mir so auch bisher noch bei keinem Kind begegnet. Der weiß sich eben zu helfen!
Emma war gestern selig, als wir auf dem Nachhauseweg, der sich neuerdings hinzieht, weil Paul jetzt Teilstrecken laufen will und dauernd stehenbleibt oder zurück läuft, ihre Freunde M. und R. mal wieder trafen. Diesmal mit einem Vertretungsbabysitter, aber wir sind trotzdem zusammen auf den Spielplatz gegangen. Dort ist mir aufgefallen, wie sehr Emma sich motorisch entwickelt hat. Sie klettert nun endlich sehr gern und ist dabei auch nicht mehr so ängstlich. Sie saß eine ganze Weile oben in so einem Seilnetz, obwohl sie nicht wusste, wie sie da wieder runterkommen sollte. Als sie später mit den Händen an den Seilen hing und ihre Füße noch ca. 70cm vom Boden entfernt waren, schlug ich vor, dass sie einfach loslassen kann - und wow, das hat sie gemacht! Vor einem halben Jahr wäre sie wohl in panische Tränen ausgebrochen, wenn man ihr nicht sofort da runter geholfen hätte. Die Kita macht's! Die schon stärker ausgebildeten akrobatischen Fähigkeiten ihrer Freundin M. haben sie wohl auch heute zu all dem angestachelt.
Um Emmas sprachliche Entwicklung braucht man sich ja keine Sorgen zu machen. Zwar klingt sie noch manchmal ein bisschen undeutlich (sie sabbert ja auch noch immer), aber sie kann dank eines Riesenwortschatzes und Endlossätzen (grammatisch korrekt, meistens! Zum Beispiel benutzt sie Verbindungen wie "deren Mutter hat gesagt...") immer ganz genau sagen, was sie denkt, meint und fühlt - und genau das tut sie auch, ununterbrochen

Übrigens hat auch ihr Papa eine positive Weiterentwicklung durchgemacht: er kommt jetzt annähernd pünktlich, bzw. ruft an und fragt, wann er kommen soll - wow, oder?!
Am Mo, 9. Jul, 22:02 über Teilzeit-Mini Emma (5;0) & Paul (2;9)