Donnerstag, 4. Januar 2007

Eisenbahn!

Obwohl Marie heute ihren Mittagschlaf ausfallen lassen hat (angeblich aus Vorfreude - ich bin unschuldig icon_cool), war sie den ganzen Nachmittag gut drauf und wir hatten viel Spaß zusammen. Da das Wetter zu kalt und ungemütlich (und Maries Kleidung irgendwie zu dick und unbeweglich) für einen kleinen Spielplatzbesuch, aber ansonsten eigentlich erträglich war, haben wir heute mal einen Mini-Ausflug zum Bahnhof gemacht. Ich habe ja schonmal berichtet, dass Marie so gut wie nie mit der Bahn fährt - von daher ist die "Eisenbahn" für sie noch ein echtes Erlebnis. Eingestiegen sind wir allerdings nicht, weil ich ihre Mutter vorher nicht gefragt hatte, aber das war auch gar nicht nötig, um Marie absolut happy zu machen. Den Blick von der Brücke auf die darunterfahrenden Züge kennt sie offenbar schon ganz gut vom Spazierengehen mit ihrer Mutter, aber als wir dann den Fahrstuhl zum Bahnsteig hinunter genommen haben, hat sie große Augen gemacht icon_look. Und erst bei der ersten einfahrenden Bahn! Die wurde stumm bestaunt, das Aus- und Einsteigen der Leute beobachtet und den vielen Geräuschen - incl. meines Live-Kommentars - gelauscht. Als nach kurzer Wartezeit schon die nächste Bahn einfuhr, war Marie nicht mehr im Kinderwagen zu halten, wollte auch auf der Bank sitzen (wo sie auch brav sitzenblieb, alles andere hätte auch einen sofortigen Abbruch der Aktion meinerseits bewirkt) und strampelte vor Freude mit den Beinen und lachte quietschbegeistert, als die Türen der Bahn aufgingen, Menschen herauskamen und andere sich drinnen setzten, schließlich ein Tuten erklang, die Türen zugingen und der Zug abfuhr. Nach ein paar Mal zusehen hatte sie sich den Ablauf auch gemerkt und konnte schon vorher sagen, was gleich passiert: "aus", "einteigen", "zu", "weg!". Und dann: "Noch einer!". Mindestens 10 Mal forderte Marie die nächste Bahn herbei, bis wir wieder den Fahrstuhl nach oben nehmen konnten. Ich habe den Eindruck, meine Ausflugsidee ist bei Marie gut angekommen icon_2thumbs. Sehr niedlich war auch, wie sie später versuchte, ihrer Mutter davon zu erzählen. Erstmal fiel ihr das Wort "Eisenbahn" nicht mehr ein und sie konnte auf die Frage ihrer Mama, wo wir denn gewesen seien, nur aufgeregt rumlaufen und lachen. Mit ein paar Stichworten konnte sie aber weitererzählen: "weg!...oben Autos...Eisenbahn unten" (wir haben vom Bahnsteig aus die Autos auf der Brücke gesehen), wobei sie die entsprechenden Gesten mit der Hand in der Luft und auf dem Fußboden machte.

Zu Hause haben wir hauptsächlich Quatsch mit Puzzles und einem Konstruktionsbauspiel (mit dem sie noch nicht sachgerecht spielen kann) gemacht, was im ersten Fall bedeutete, dass Marie absichtlich in einem Steckpuzzle die Tiere an die falschen Stellen legte, mich dann immer schelmisch anschaute "hichtig?" und dabei genau wusste, was sie tat. Sie ruhte auch nicht eher, bis wirklich jedes Teil an einem falschen Platz lag und freute sich enorm an meinem gespielten Entsetzen (und ja, ich weiß, dass sie das Puzzle auch korrekt legen kann, und wer sie bei ihrer Clownerei gesehen hat, weiß auch sofort, dass es sich um ebensolche handelte). Im zweiten Fall - dem Konstruktionsbauspiel - bedeutete Quatsch machen, die Teile von weitem in ihren Behälter zu werfen und sich dabei scheckig zu lachen. Erstaunlich fand ich dann ihre genaue Beobachtung und Nachahmung, als ich zwei dieser flachen Teilchen als Flohhüpfer nutzte (mit einem Teil an der Kante des anderen herunterrutschen, damit dieses hochhüpft). Erst schaute sie nur zu und konnte sich vor lauter Begeisterung über die in alle Richtungen springenden Teilchen gar nicht mehr einkriegen, aber dann hat sie es einfach selbst probiert und es klappte auf Anhieb perfekt. Sie muss ziemlich genau beoachtet haben, wie man das Teilchen halten und wo man es am liegenden Teil ansetzen muss, damit dieses springen kann. Wenn Marie auch noch nicht so viel redet, ist sie doch trotzdem ein ganz cleveres Mädchen!

Malin

Hallo liebe Leser, hier blogge ich als "Malin" (ebenso wie die Namen der Kinder ist dies aus Datenschutzgründen ein Pseudonym) über meine Erlebnisse und Gedanken im Zusammenhang mit meiner Teilzeitbeschäftigung als stundenweise Betreuerin ("Babysitter") von den lieben Teilzeit-Minis. Ich habe einen Hochschulabschluss in einem kindheitsrelevanten Fach, bin relativ jung ;) und wohne in einer deutschen Stadt.

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Das ist ja mal ne Nachricht....
Herzlichen Glückwunsch und ganz viel Spaß mit dem Vollzeitmini...gibts...
Spillie-Mama (Gast) - Di, 14. Okt, 21:37
herzlichen glückwunsch!!!
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Babysitter-Malin - Sa, 11. Okt, 11:49
Das wäre ja noch schöner...
...wenn die Überstunden auch noch unbezahlt wären!...
Malin (Gast) - Di, 19. Aug, 23:05
zahlen
die die Mehrarbeit dann wenigstens????
sandra (Gast) - Di, 19. Aug, 22:10

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